Wissenschaftliche Bezeichnung: Procambarus sp.
Zuchtbedingungen:
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Die erfolgreiche Zucht des Marmorkrebs ist ein recht einfaches Unterfangen. Diese Spezies braucht zur Fortpflanzung keinen Partner. Der Procambarus sp. pflanzt sich, als einziger derzeit bekannter Flusskrebs, mittels Parthenogenese (Jungfernzeugung) fort. Die Parthenogenese ist eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung. Dabei entstehen die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen. Den Eizellen wird eine Befruchtung vorgetäuscht, worauf sich die Zellen zu teilen beginnen. Folglich gibt es nur weibliche Marmorkrebse. Jedenfalls wurde bis heute kein männliches Tier entdeckt.
Aus diesem Grunde reicht ein Tier zur Zucht völlig aus. Es kann ein Becken mit einem Volumen ab 10 Litern verwendet werden, welches einige Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen bieten sollte. Zur Filterung eignet sich am besten ein Hamburger Mattenfilter (HMF). So wird später verhindert, dass Jungkrebse evtl. eingesaugt werden. Zudem bietet die Filtermatte eine ausgezeichnete zusätzliche Nahrungsquelle. Die Jungkrebse halten sich gerne darauf auf.

Die Wassertemperatur sollte um die 20°C liegen. Was den Marmorkrebs zur Parthenogenese anregt ist uns nicht bekannt. Stellt sich diese aber ein, zieht sich der Krebs in eine Höhle zurück. Während der Tragzeit von 2-4 Wochen, die sehr stark von der Wassertemperatur und dem Sauerstoffgehalt des Wassers abhängt, nimmt der Procambarus sp. keine Nahrung zu sich. Das Weibchen trägt die Eier (ca. 200), wie Garnelen, an ihren Schwimmbeinen.
Die geschlüpften Jungtiere haben eine Größe von ca. 4-5 mm und sind vollwertig ausgebildet. Sie wachsen relativ schnell heran. Um so größer der Besatz an Krebsen, um so langsamer wachsen sie. Die Jungkrebse halten sich die ersten paar Tage noch bei ihrer Mutter auf und sind nach 3-4 Monaten so gut wie ausgewachsen und geschlechtsreif. Schwimmen die Jungtiere frei kann wieder gefüttert werden. Die Marmorkrebse sind Allesfresser. Es werden alle Arten an Flockenfutter angenommen, wobei pflanzliche Nahrung überwiegen sollte. Eichen-, Buchen-, Brennnessel- und Walnussblätter werden sehr gerne auf der Speisekarte gesehen. Auch über Tubifexwürfel machen sie sich gerne her.
Wenn die jungen Marmorkrebse eine Größe von ca. 4-5 cm erreicht haben, sollte die Besatzdichte im Becken verringert werden. Da sonst die Gefahr des Kanibalismus besteht und das Wachstum stark gehemmt wird.




Die Zucht des Zebrabärbling ist nicht allzu schwer. Da er aber ein typischer Laichräuber ist benötigen wir ein zweites Becken mit einem Volumen ab 10 Litern. Um den Elterntieren den Laichraub so gut wie möglich zu erschweren legen wir den Boden des Zuchtaquariums gleichmäßig mit runden, gewaschenen Dekosteinen aus.
Die winzigen Eier werden später am Laichsubstrat abgelegt und, da sie nicht kleben, in die Zwischenräume der Steine fallen. So werden sie für die Eltern unerreichbar. Man kann als Alternative auch Glasmurmeln oder einen Laichrost verwenden. Auch ein sog. Guppytank erfüllt diesen Zweck.
Das Becken wird nun noch mit verschiedenen Laichsubstraten bestückt. Hierfür haben wir künstliche Wasserpflanzen und handelsübliche Watte verwendet. Da der Zebrabärbling gerne an feinfiedrigen Pflanzen ablaicht sind dies optimale Imitate. Zudem haben wir ein paar Steine eingesetzt um dem Auftrieb der Kunstpflanzen entgegenzuwirken und sie am Boden zu halten.
Sind diese Schritte abgeschlossen kann das Becken mit Wasser befüllt werden. Wir haben das Zuchtbecken mit 100% reinem Leitungswasser befüllt. Würde man Aquariumwasser benutzen wäre die Gefahr des "Umkippens" sehr groß.
Wichtig ist nun der Standort des Aufzuchtbeckens. Das Becken muss so ausgerichtet werden, dass am Morgen die Sonne ins Becken scheinen kann. Der Grund dafür ist folgender, Danio rerio laicht meistens in den Morgenstunden ab. Einen Filter benötigt das Becken für die Zucht nicht. Auf vielen Seiten im Internet wird nun an dieser Stelle davon gesprochen, dass Wasser auf wohltemperierte 24-25°C zu bringen und während der Zucht beizubehalten. Wir haben aber auf eine Beheizung des Beckens komplett verzichtet um zu zeigen das die Zucht auch ganz ohne Technik funktioniert. In unserem Zuchtbecken herrschen ca. 15-18°C.
a Danio rerio exzellente Springer sind sollte das Becken sehr gut abgedeckt werden. Wir haben hierfür normale Frischhaltefolie genommen, die schon vorgefertigte Löcher besaß. Hat man diese nicht kann man nachträglich auch mittels einer Nadel diese Luftlöcher in die Frischhaltefolie einbringen.
Nun sollte das Becken rundherum abgedeckt werden, damit sich die Fische beruhigen und ungestört ihrer Aufgabe nachgehen können. Das bewerkstelligen wir mit Zeitungspapier, dass wir mit Klebestreifen fixieren. Einzig und allein die Vorderseite bleibt offen damit am nächsten Morgen auch die Sonne unsere Zuchtpaare zum Ablaichen anregen kann.
In unserem Falle haben wir die ersten Jungfische nach ca. 1 Woche entdeckt, da sie sehr winzig sind und nicht mehr wie ein paar Millimeter messen (siehe Bild).
