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Die Geschichte der Aquaristik
Seite 2


Weitere Entdeckungen auf dem Weg zur Aquaristik:

Alexander von Humbold und Provençal kamen zu dem Schluss, das Wassertiere Sauerstoff aufnahmen und Kohlendioxid absondern. Man stellte fest, dass die Wassertiere mehr Sauerstoff verbrauchten, als durch die Oberfläche des Wasser ersetzt werden konnte.
Der Niederländer Ingenhouß stellte indes fest, dass Pflanzen die Fähigkeit haben, "...unreine Luft selbst die schlechteste aller Luft, in der ein Tier augenblicklich stirbt, in wenigen Stunden zu erfrischen, aber allein in Tageslicht oder im Sonnenschein."
Diese Untersuchungen benutzte Ward im Jahre 1837, um die Bedeutung des Wechselverhältnis zwischen Tieren und Pflanzen in Bezug auf das Gleichgewicht des Gasgehaltes im Wassers zu erklären. Den ersten Versuch machte er mit Sumpfschraube und Goldfischen.
Der Chemiker Warrington teilte 1850 erste Versuche über das Süsswasseraquarium einem breiten Publikum mit. Er hatte in einem aus Glasscheiben zusammengesetzten Behälter Sand, Steine, Sumpfschraube, Stichlinge und Schnecken.
Das Wort "Aquarium" für diese Behälter stammt aus dem Jahre 1853 von Philipp Henri Grosse. Er hatte es in seinem Werk "A Naturalist's Rambles on the Devonshire Coast" erstmals benutzt. In Deutschland war es Emil A. Roßmäßler der mit seinem Aufsatz in der Monatsschrift Gartenlaube Nr. 19 von 1856 unter dem Titel "Der See im Glase" das Süsswasseraqurium bekannt gemacht hat.
 
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Emil Adolph Roßmäßler, 1806 - 1867 - Naturforscher und Schriftsteller

Er war zwischen 1848 und 1850 Abgeordneter der linken Fraktion des Frankfurter Parlaments. Neben seiner Tätigkeit als Naturwissenschaftler hat Roßmäßler auch Volksliteratur geschrieben. Er war Mitarbeiter der "Unterhaltungen am häuslichen Herd".
 
1854 erschien von ihm in der damals populären Familienzeitschrift Die Gartenlaube der Artikel Der Ocean auf dem Tisch. Er beschäftigte sich mit der Pflege von Seewassertieren, ein Hobby, das bereits in Großbritannien als Hobby populär war. Roßmäßlers Ziel mit der Veröffentlichung dieses Artikels war es, die Naturwissenschaft im Volk bekannt zu machen. Ihm wurde allerdings bald klar, dass dies durch ein Süßwasseraquarium einfacher zu erzielen war. Deswegen folgte in der Gartenlaube sehr bald der Artikel Der See im Glas, der zu so viel Rückfragen zu dieser Form der Tierhaltung führte, dass er 1857 sein Buch "Das Süßwasseraquarium" veröffentlichte. Er gab darin konkrete Hinweise, wie ein solches Aquarium einzurichten und zu pflegen sei. Neben dem Goldfisch empfahl er vor allem die Elritze und den Schlammpeitzger.


Ab diesem Zeitpunkt ging es immer zügiger vorwärts mit der Aquaristik. Besonders in den letzten 20 Jahren boomte das Geschäft. Mit verantwortlich dafür ist die Luftfahrt, die ab den 60´er Jahren wieder richtig aufblühte und mit ihr jegliche Transporte von Personen, Fracht und natürlich auch Fischen aus aller Welt unheimlich einfach gestaltete. Leider entstanden auch Probleme durch die große Anzahl der Aquarien. Die hohe Nachfrage besonders an Wildfängen wird, wenn dieses Hobby weiterhin so boomt mit großer Wahrscheinlichkeit in den Heimatgewässern unserer Zierfische zu Problemen führen. Deshalb sollte der normale Durchschnittsaquarianer auf Wildfänge verzichten, so trägt auch er seinen Teil zum Schutz der Ursprungsgewässer unserer Zierfische bei.






 
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