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Ein Mangroven-Killifisch der auf Bäumen lebt

In den Mangrovenwäldern des westlichen Atlantiks lassen sich fabelhafte Dinge beobachten: Fische, die auf Bäumen leben. Sie können auch ohne Wasser leben, wenn es sein muss – und zwar über Monate. Mutationen machten sie außerdem resistent gegen den Dreck.

Der Mangroven-Killifisch (Kryptolebias marmoratus), etwa 100 Milligramm schwer, ist ein winziger Fisch, der im Brackwasser der Mangroven lebt. Trocknen sie aus, können ihre winzigen Bewohner auch außerhalb vom Nass überleben. Die Fische weichen auf die Bäume aus, wie US-Forscher jetzt verblüfft feststellten und in der aktuellen Ausgabe des „New Scientist“ berichten.
 
Hoch oben in den Zweigen gestrandet, finden die Fische zwar Nahrung – doch es fällt ihnen schwer, auf einen geeigneten Fortpflanzungspartner zu stoßen, heißt es im US-Magazin. Kein Problem für den einzigen Hermaphrodit unter den Wirbeltieren: „Er befruchtet sich selbst“, berichtet der Verhaltensbiologe Scott Taylor in der aktuellen Ausgabe von „The American Naturalist“.
Doch wenn die Algenblüte verwelkt, beginnt das große Sterben. Die Algen selbst produzieren schon giftige Substanzen. Und wenn sie absterben und zu Boden sinken, werden sie von Bakterien zersetzt. Dabei wird der gesamte Sauerstoff des Wassers in der Umgebung verbraucht - unter der Algenblüte entsteht eine Todeszone, in der kein Meeresbewohner überleben kann.

Schon oft verblüfften Killifische mit bemerkenswerter Anpassungsfähigkeit. Nahe Verwandte der Mangroven-Bewohner leben im Elizabeth River an der Ostküste der USA. Durch Abwässer ist der Fluss so verschmutzt, dass vom Grund Öl aufsteigt. Das Wasser ist so verpestet, das kaum ein Wesen überlebt – außer dem „Fundulus heteroclitus“. Mutationen machten ihn resistent gegen den Dreck. Dagegen ist sauberes Wasser für den Fisch inzwischen Gift geworden – klare Gewässer sind eine Todesfalle, in denen er stirbt.

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Bilder zum Artikel finden Sie unter der Quellangabe.

Quelle: welt.de

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