Die kranken Fische stehen meist dicht beieinander in einer Ecke des Aquariums oder schwimmen mit zuckenden Bewegungen durch das Becken. Durch die Reizung scheuert sich der Fisch oftmals an Bodengrund, Steinen oder anderen Einrichtungsgegenständen. Die Krankheit äußert sich durch weiße, stecknadelkopfgroße Punkte auf Flossen und Haut.
Erreger
Die Weißpünktchenkrankeit wird durch den einzelligen Hautparasit Ichthyophthirius multifiliis verursacht, der sich in die Fischhaut einbohrt und dort schmarotzt. Entsprechend dem Krankheitsbild spricht man auch von der Grießkörnchenkrankheit oder Pünktchenkrankheit. Unter Aquarianern wird die Krankheit umgangssprachlich auch "Ichthyo" genannt. Bei ungehinderter Vermehrung des Parasiten verläuft die Krankheit tödlich.
Behandlung
Es ist unbedingt erforderlich, die Behandlung unverzüglich nach dem ersten Erkennen der Symptome einzuleiten, da Ichthyophthirius multifiliis innerhalb kürzester Zeit einen ganzen Fischbestand vernichten kann. Wird Ichthyo aber rechtzeitig erkannt, lässt sich die Krankheit leicht und erfolgreich bekämpfen. Betroffene Fische sollten als gleich in ein dafür bereitgestelltes Quarantäne-Becken umgesetzt werden um einer Epedemie im Aquarium vorzubeugen. Wichtig ist aber hierbei, dass nicht nur die befallenen Fische im Quarantäne-Becken behandelt werden sondern auch die noch gesund erscheinenden Tiere im Hauptaquarium. Die Behandlung sollte 7 Tage andauern, nach Verschwinden der letzten weißen Pünktchen nochmals 3-4 Tage. Eine leichte Erhöhung der Wassertemperatur (kurzzeitig bis 30°C) kann hilfreich sein, da die Fische so angeregt werden mehr Antikörper zu bilden und evtl. je nach Erregerstamm wärmeempfindliche Erreger absterben. Allerdings sollte darauf geachtet werden ob die Zierfische solch hohe Temperaturen vertragen, denn ungewohnt hohe Wassertemperaturen belasten den Kreislauf der Fische sehr. Des Weiteren ist zu beachten, dass durch erhöhte Wassertemperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt. Diesem Negativeffekt muss ggf. mittels Belüftung entgegengetreten werden. Eine Temperaturerhöhung alleine ist aber keine sichere Behandlungsmethode. Es gibt Ichtyhoerreger, die Temperaturen von mindestens 34° überleben. Da eine Temperaturerhöhung eine etwas unsichere Sache ist und sie schnell mehr schaden als nützen kann, sollte dieses Vorgehen gründlich überlegt und nur in Beistand mit erfahrenen Aquarianern oder Fachpersonal angewandt werden.
Alternativ kann Ichthyo auch ohne Medikamente, nur mit Natriumchlorid-Bädern (Kochsalz) erfolgreich bekämpft werden. Es gibt allerdings auch Berichte nachdem diese Behandlungsmethode keine Erfolge erzielt hat.