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Abstehende Kiemendeckel


Symptome
Abstehende Kiemendeckel, erschwerte, pumpende Atmung
 

Krankheitsbild

Abstehende Kiemendeckel und eine pumpende Atmung bei erhöter Atemfrequenz sind häufig das Anzeichen einer Kiemeninfektion, in deren Folge sich das Kiemenepithel entzündet und die Sauerstoffaufnahme behindert ist.

Erreger

Für vielerlei bakterielle und parasitäre Erreger sind die Kiemen, als ein stark durchblutetes und fein strukturiertes Gewebe, ein höchst willkommenes Angriffsorgan. Meistens sind Flexibakterien (Flexibacter, Cytophaga), Flagellaten und Kiemenwürmer (Dactylogyrus spp.) an solchen Krankheitsbildern beteiligt.
 
Behandlung

Vor der Behandlung mit Medikamenten sollte zuerst der Ammoniak- und Nitritwert überprüft werden. Wird ein zu hoher Wert festgestellt muss die Futtermenge stark verringert und ein Frischwasserwechsel durchgeführt werden. Es kann mehrfach am Tag jeweils bis zu 75% Prozent Wasser gewechselt werden, ggf. sogar mehr.
Bei einer bakteriellen Infektion kann mit Medikamenten, die Acriflavin, Methylenblau oder Nifurpirinol enthalten behandelt werden. Ein Quarantäne-Becken ist zu empfehlen. Fast alle Medikamente gegen Bakterien können auch die Filterbakterien abtöten. Nach einer Behandlung ohne Quarantäne-Becken muss das Aquarium also praktisch neu eingefahren werden. Zur Vorbeugung und zur Behandlung leichter bakterieller Infektionen können antibakteriell wirkende Naturstoffe wie Torf, Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter verwendet werden.
Werden Kiemenwürmer nachgewiesen kann mittels Salzbad (max. 10min), im Quarantäne-Becken, versucht werden die Schleimbildung der Fischhaut anzuregen um die Kiemenwürmer abzustossen. Ansonsten sollte auf Medikamente, die Acriflavin, Kupfersulfat, Praziqantel oder Wasserstoffperoxid enthalten zurückgegriffen werden. Da nur die lebenden Würmer und nicht die Eier der Parasiten getötet werden, empfiehlt es sich mindestens zweimal zu behandeln.
Lesen Sie vor jeder Behandlung mit Medikamenten aufmerksam den Beipackzettel durch und halten Sie sich an die vorgeschriebenen Mengenangaben.

Vorbeugung

Da Atemprobleme außer durch die oben beschriebenen Erreger auch durch eine unzureichende Wasserqualität hervorgerufen werden können, sollte bei Beobachtung einer erschwerten Atmung der Zierfische stets eine Wasseranalyse folgen. Die richtig eingestellte Temperatur sowie eine einwandfrei arbeitende Filterung mit einer leichten Oberflächenbewegung des Wassers sind hierfür Grundvoraussetzungen.




 
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